Freitag, 20. April 2018

Kleiner Rundgang


Da ich nun 65 Jahre alt geworden bin und damit in Pension gehen kann und Tiny weitgehend fertig ist, hat Yvonne (und ich) beschlossen, ein grosses Fest in der Werft zu machen. 60 Leute.







Dafür gab es eine Diashow mit Bildern aus diesem Blog und zusätzlich einen Rundgang durchs Schiff.





Hier noch ein paar Impressionen:






Montag, 5. März 2018

Deck VI und Trailer

Mittlerweile kommen schon die Beschläge, Reling usw. Lauter kleine arbeitsintensive Schritte. Hier zwei Bilder.














Hier ein Bild mit Reling und Klüverbaum.










Ausserdem muss der Trailer durch die Motorfahrzeugkontrolle: sehn wir mal...

Es gibt jedenfalls einige Arbeiten, um den Trailer passend zum Boot zu machen.

Und nicht nur das: Neben einigen Klein(l)ichkeiten wurden die Bremsen nach 2(!) Anläufen immer noch bemängelt. Nun haben wir in der Zwischenzeit ein grosses Fest (60 Leute) veranstaltet. Und siehe, es war ein Anhängerspezialist dabei. Da der letzte Termin bei der Motorfahrzeugkontrolle drängt, hab ich ihn gebeten, den "Fall" zu übernehmen.
Er hat dann alles neu eingestellt, noch neue Belege besorgt usw. Kurz die letzte Nacht fing für ihn erst morgens um 3:00 mit Schlaf an. Und heute hat er mir die Zulassung überreicht.






Hurra!!!!






Sonntag, 28. Januar 2018

Kiel III Aufhängen


Zunächst liegt der Bleikiel auf einem kleinen Wägelchen, mit dem ich ihn unter der Finne zentriert habe. Dann wurden die Löcher auf 30mm durchgebohrt. Das ist nicht ganz einfach, weil die Löcher nicht ganz fluchteten (die Backbord-seitigen hatten eine andere Mittelachse als die Steuerbord-seitigen). Am Ende, war das Loch aber durchgängig und die  Bolzen konnten mit Harz eingeklebt und an den Seiten verschraubt werden. Dann ging ein ganzer Liter Harz in den Zwischenraum zwischen Kiel und Finne. Anschliessend noch eine gute Portion Spachtel. Dann kam der grosse Moment: wird die Aufhängung und die Umlenkung der Leinen halten, um die 460Kg Blei in die Höhe zu heben. 
Die erfreuliche Antwort: ja, es hält und lässt sich mit Hilfe der Winsch auch mit erträglicher Kraft hochhieven.

Jetzt muss der Kiel noch verkupfert werden, um vor Bewuchs geschützt zu sein und dann kommt der Trailer wieder unter das Schiff.

Freitag, 22. Dezember 2017

Mast II aufgeriggt

Der Segelmacher will das Boot aufgeriggt sehen, damit seine Vermessung den tatsächlichen Verhältnissen entspricht. Also Mast (11 m lang, 50 Kg) setzen ohne Kran! Wir haben es zu fünft mit Anwendung vom Hebelgesetz geschafft. Dabei stellte sich heraus, dass das Steuerbord-seitige Unterwant 5 cm zu kurz ist. Immerhin zum Vermessen steht er. Beim Vermessen sind plötzlich die Falle nötig, um das Massband bis in den Top zu ziehen. Die Falle sind aber noch verknotet - in Luftiger Höh'! Offenbar bin ich aber nicht der erste Kunde, der vergessen hat, das vorher zu lösen. Die Knoten waren so gemacht, dass man sie (mit etwas Kraft) herunterziehen kann. Dann sind sie etwa in Kopfhöhe lösbar. Der Segelmacher hat mich überzeugt, doch einen Rollgenacker auf dem Klüverbaum zu wählen. (Ursprünglich wollte ich meiner Gleitschirm-Vergangenheit folgend ein Parasail wählen.)
Das Legen des Mastes zwei Tage später geht dann nicht ganz so reibungslos: Die eigens angefertigte Stütze (lange Holzlatte mit U-förmigem Ausschnitt für den Mast) ist nicht ganz im Schwerpunkt des Mastes und rutscht im dümmsten Moment nach unten: Der fallende Mast hätte mich beinahe von Deck katapultiert. Glücklicher Weise hat nur das Deck eine Schramme abbekommen und eine Saling einen neuen Winkel. Sprich: verbogen. Sie hat sich aber wieder zurückbiegen lassen.
Jetzt ist das Boot wieder in der Werft (und Yvonne entsetzlich erleichtert!)


Mittwoch, 20. Dezember 2017

Kiel II Giessen

Vor dem Kiel-Guss war einige Unsicherheit, ob das Blei wohl lange genug flüssig bleibt, damit es die Form ganz ausfüllt. Wenn es zu schnell abkühlt, gibt es an der Einlaufstelle ein Matterhorn und der Einlauf ist verstopft. (Das wäre der GAU gewesen, wegen der Komplikationen, die sich beim Guss einstellten. Glücklicher Weise wird aber  das Blei dünnflüssig wie Wasser und behält seine Flüssigkeit (im eigentlichen Sinne des Wortes) genügend lange bei.

Die Form wurde fast ohne Luftblasen mit Blei gefüllt. Der ganze Heizprozess dauerte ca.  1.5 h. Dann waren 450 KG Blei geschmolzen. Die Hitze erzeugten 2 Propangas-Brenner. Die Einzelheiten sind im Video zu sehen.

Donnerstag, 16. November 2017

Deck VI Fenster

In der Yacht (7/17) gab es einen interessanten Artikel von Michael Rinck über Fenster nicht schrauben, sondern wie die Autobauer kleben. Also warum nicht probieren?

Die Materialien waren gar nicht so einfach zu bekommen, da Sika sie z.T. nicht mehr im Verkauf hat. Da aber in manchem die Schweiz etwas langsamer ist, gab es hier noch Tuben zu haben.

Zunächst wird also das Fenster sauber gemacht und der Rand mit 3mm Moosgummi-Streifen abgeklebt. Er dient dazu, dass das Fenster einen Klebezwischenraum zum Holz hat, in das der Kleber dann eingefügt wird.
Der Rand auf dem Fenster (Flansch), der dann überlappt, wird mit Primer eingestrichen. Hier muss man beachten, dass der nachher zu sehen ist, also dicht aufstreichen ohne Löcher und ausgefranste Ränder. (Ich habe die Schutzabdeckung auf dem Polycarbonat gelassen und nur vom "Flansch" abgezogen)
Dann wird der Kleber mit einer um 6 mm (in Spritzrichung) angeschnittenen Düse als Wurst 5 mm neben das Moosgummi auf das Holz gelegt. Anschliessend wird das Fenster auf die Wurst gedrückt (vorher Markierungen anbringen, (zwei Stifte am unteren Rand im Holz als Träger mit entsprechenden Marken auf dem Fenster) damit man die Position richtig trifft. Verrücken geht hinterher nicht mehr.) Zum Schluss wird (Ränder neu abkleben) die verbleibende Nut am Rand des Fensters (zwischen Polycarbonat und Holz) mit Dichtmasse gefüllt und die Klebebänder dann bald entfernt.
Es hat überraschend gut geklappt: Ich würde es wieder so machen, aber beim Primer mehr bedenken, dass man ihn von aussen sehen wird.

Vielen Dank an die Yacht und Michael Rinck - es funktioniert und sieht schön aus....

Dienstag, 7. November 2017

Deck V Anstrich

Um das Deck glatt zu bekommen, werden die Unebenheiten ausgespachtelt. Die Arbeit habe ich mit Misserfolg beim Rumpf vermieden, er sieht aus wie eine Apfelsinen-Haut. Wenn man die Spachtelmasse dann mit 120'iger Schleifpapier abschleift, wird die Oberfläche glatt wie Kinderpopo.

Dann folgen 2 Schichten PU-Primer (siehe oben) und 3 Schichten PU-Lack (siehe bald unten).